| Würmeiszeit | 300 m hohes Gletschereis bedeckt das Tal |
| in der Folge | Moränenschutt und Felsblöcke prägen später die Landschaft Schließlich formen Bachläufe Täler, anspruchslose Pflanzen siedeln sich an, dann folgt die Bewaldung. Wilde Tiere beleben das Hochtal, daher möglicherweise „Bären-Au“ genannt. Der Talschluß hat einen tiefliegenden Paßübergang zum Wiesental, der zunächst nur von Jägern benutzt wird. |
| Anfang 10. Jh. | Aus einer Einsiedelei, der Albzelle, entsteht das Benediktinerkloster St. Blasien, der Legende nach durch Reginbert von Sellenbüren gegründet. |
| 963 (983) | Durch den „Ottonischen Brief“ [Kaiser Otto I. (II.)] erhält das Benediktinerkloster St. Blasien den "Zwing und Bann", der auch das Bernauer Hochtal einschließt |
| ab ca. 1070 | Besiedelungsbeginn im heutigen Ortsteil Bernau-Hof nach Rodungen und Bau von Höfen ("Bruderhöfe") durch Laien-Klosterbrüder. |
| um 1140 | Ein Angriff des Basler Bischofs gegen St. Blasien wird aus vorbereiteten Verteidigungsstellungen und durch Sperren auf der Paßhöhe Bernau-Wacht von Bauern abgewehrt. |
| 1157 | Bau und Einweihung einer ersten Kapelle in Bernau-Hof. Erste Erwähnung Bernaus als Ort für die Ausstellung einer Urkunde "Apud Bernova". Im wöchentlichen Wechsel mit dem Nachbarort Menzenschwand hält ein Priester des Klosters St. Blasien hier die Messe. Die Mutterkirche für den Zwing und Bann bleibt "St. Stephan" in St. Blasien, wo Feste gefeiert werden und Taufen, Eheschließungen und meist auch Beerdigungen stattfinden. |
| Ende 12. Jh. | Erweiterte Rodungstätigkeit im gesamten Tal, Errichtung weiterer Höfe (Kern späterer Ortsteile). „Leibeigene“ des Klosters übernehmen die Höfe als Lehensträger. Rodungen und Kultivierung und Viehzucht prägen das Landschaftsbild. |
| 14. Jh. | Das "Waldamt" des Klosters St. Blasien zählt bereits Besitzungen in mehreren Bernauer Ortsteilen auf: Bernau (-Hof), Bernaudorf, Goldbach und Riggenbach auf. Unter dem Klosteramt wird auch Bernau-Kaiserhaus aufgeführt. 1323 werden bereits 19 Lehen in Bernau erwähnt. |
| 1524 | Auch Eigenleute des Klosters aus Bernau beteiligen sich am Bauernkrieg, überfallen und plündern die Klosteranlagen St. Blasiens |
| 1634-1642 | Erst spät leidet auch Bernau unter den Folgen des 30jährigen Krieges mit Toten, Verletzten, Brandstiftungen, Plünderungen und der Pest. |
| ab Ende 17. Jh. | In den "Erbfolgekriegen" Ausbau und Besetzung von – teilweise noch vorhandenen – Verteidigungsstellungen im Bereich Blößling – Wacht - Herzogenhorn als Teil der sog. "Schwarzwaldlinie". |
| 1737/1741 | Bau einer zentralen Kirche im Ortsteil Innerlehen, danach Erstellung des Pfarrhauses. |
| 1796/1800 | Einwohner Bernaus kämpfen auf der "Wacht" vergeblich gegen ein Eindringen französischer Einheiten in das Tal. Erneuter Durchzug französischer Truppen. Vier Marschgruppen mit insgesamt 40.000 Mann biwakieren in Bernau und schädigen Land und Leute. |